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So geht´s zum Traumhaus

Fertighäuser bieten den großen Vorteil, dass man sie in Musterhausausstellungen bereits vor dem Kauf ansehen, anfassen und betreten kann. Kein Wunder also, dass in diesem Frühjahr wieder viele Besucher in die Hausausstellungen strömen. Der Deutsche Holzfertigbau-Verband e.V. (DHV) hat ein paar Tipps parat für Bauinteressenten, die in absehbarer Zeit bauen wollen und aktuell ihr Traumhaus suchen.

DHV - ratgeber bauen

Zehntausende Besucher strömen Jahr für Jahr in die Fertighausausstellungen, um sich über aktuelle und künftige Bautrends einen Überblick zu verschaffen. Fachberater/-innen in den Musterhäusern der DHV-Mitgliedsunternehmen heißen sie willkommen. Foto: Regnauer/DHV, Ostfildern

 

DHV-Präsident Erwin Taglieber

DHV-Präsident Erwin Taglieber

„Um die 220 Fertighaushersteller bieten in Deutschland Eigenheime in Holztafelbauart an. Um sich einen Überblick zu verschaffen, welche dieser Hausbauunternehmen als Baupartner in Frage kommen, empfiehlt sich ein Ausflug in die nächstgelegene Fertighausausstellung. Wer sich ein wenig Zeit für die Vorbereitung nimmt und weiß, worauf zu achten ist, darf sich auf erlebnis- und erkenntnisreiche Stunden freuen. Dabei ist es einerlei, ob man schon in Kürze oder erst in ein paar Jahren bauen will – schließlich ist es nie zu früh, sich eine fundierte Meinung zu bilden“, sagt Erwin Taglieber, Präsident des Deutschen Holzfertigbau-Verbandes e.V. Dem DHV gehören mehr als 160 Hersteller als Mitglied an, die größten Wert auf handwerklich einwandfreie Bauleistungen legen.

Grundsätzlich kann man sich die verschiedenen Musterhäuser auch ohne konkrete Kaufabsicht ansehen. Da der Appetit bekanntlich beim Essen kommt und die Lust aufs Bauen mit dem Anschauen wächst, sind den Fachberatern Wochenendausflügler ebenso willkommen wie Interessenten mit konkreten Bauabsichten. Überhaupt sind Fertighaus-Fachberater/-innen freundliche Menschen und immer ansprechbar, wenn es ums Bauen, Wohnen, Finanzieren oder um die Suche nach dem passenden Grundstück geht. Viele von ihnen sind Immobilienkaufleute, Diplom-Ingenieure oder sogar Architekten, die das Bauen in seiner ganzen Vielfalt kennen.

Baufritz Haus Alpenchic - ratgeber bauen

Alle Fertighäuser in den Hausausstellungen sind reine Beispielhäuser. Das heißt, dass es vom jeweiligen Hersteller eine Vielzahl an Alternativen gibt, deren Größe, Form und Ausstattung variieren. Der Fachberater im Musterhaus kennt sich mit den verschiedenen Möglichkeiten aus. Am besten, man fragt ihn einfach. Foto: BauFritz/DHV, Ostfildern

Hereinspaziert mit Kind und Kegel!

Einen ersten Eindruck, wie es sich anfühlt, in einem Fertighaus zu wohnen, bekommt man in einer Musterhausausstellung. Dort stehen Referenzgebäude zu keinem anderen Zweck bereit, als Bauinteressenten vielleicht in ihrem zukünftigen Heim willkommen zu heißen. DHV-Vorstandsmitglied Otto Kitzlinger (KitzlingerHaus, Sulz am Neckar) rät: „Gönnen Sie sich das Erlebnis und lassen Sie sich Zeit, in den wohnlich eingerichteten Räumen eine Zeitlang zu verweilen. Nehmen Sie Ihre Familie mit, Ihre Partnerin, Ihren Partner und natürlich auch die Kinder. Schließlich werden Fertighäuser vornehmlich von Ehepaaren und Familien gekauft, denen sie über Jahrzehnte als Zuhause dienen.“

Baufritz Haus Alpenchic - ratgeber bauen

Foto: Baufritz

Musterhäuser sind Beispielhäuser!

Vieles kann, aber nichts muss! Diese Maxime gilt für die Raumaufteilung und die äußere Gestalt von Fertighäusern genauso wie für so genannte „Architektenhäuser“. Otto Kitzlinger weiß: „Auch Fertighäuser werden von Architekten geplant. Und zwar genau so, wie es sich die Bauherren wünschen und der örtliche Bebauungsplan gestattet.“ Das bedeutet, dass Musterhäuser gebaute Qualitätsbeispiele sind. Sie sollen den Besuchern zeigen, was der jeweilige Haushersteller zu leisten imstande ist und was er für besonders wichtig hält. Im Endeffekt aber zählt, was der Kunde wünscht. „So und nicht anders“ gibt es nicht bei Hausherstellern, die zum DHV gehören.

Luxhaus fine - ratgeber bauen

Foto: Luxhaus

Vergleichen, vergleichen, vergleichen!

In jedem Fall sollte man die Musterhäuser mehrerer Anbieter miteinander vergleichen und ruhig auch verschiedene Musterhausausstellungen besuchen. DHV-Präsident Erwin Taglieber empfiehlt: „Wenn es Ihnen in einem bestimmten Haus besonders gut gefällt, besuchen Sie es ruhig mehrmals wieder. Die Fachberater freuen sich über jeden Gast, der sich für die jeweilige Architektur, die Raumaufteilung sowie die Besonderheiten des Baumaterials Holz begeistert.“

SchwörerHaus - ratgeber bauen

Foto: SchwörerHaus

Einerlei, ob in Kürze oder später!

Irgendwann wird der Fachberater fragen, ob der Besucher schon ein Grundstück hat. Ohne Bauland kann man schließlich nicht bauen. Dann sollte man ihm ehrlich sagen, ob bebaubarer Grund und Boden schon vorhanden ist, ob konkrete Bauabsichten bestehen oder ob man sich erst einmal in Ruhe informieren möchte. Präsident Taglieber betont: „Fachberater in Fertighäusern von DHV-Mitgliedsfirmen sind sehr gut geschult und helfen gern, ein passendes Baugrundstück zu finden. Dass darauf dann ein Haus des jeweiligen Hausanbieters errichtet werden sollte, versteht sich.“ Und noch etwas: Auch bei der Vermittlung von Tauschgrundstücken sind Musterhaus-Fachberater gern behilflich. In der Umgebung, in der man baut, soll man sich schließlich auch noch in vielen Jahren heimisch und geborgen fühlen.

Nordhaus - ratgeber bauen

Foto: Nordhaus

Ehrlich baut am besten!

Holzfertighäuser heißen so, weil sie aus Bauteilen bestehen, die in geschlossenen Werkshallen vorgefertigt und dann in montagebereitem Zustand per LKW zur Baustelle gebracht werden: zum Beispiel die Innen- und Außenwände einschließlich Rollläden und Fenster, der Giebel, die Tragwerksbinder für das Dach, die Gauben, die Deckenelemente und so weiter. Wie groß die einzelnen Bauteile sind, welche Farbe beispielsweise die Fensterrahmen haben, womit die Außenwände gedämmt sind, wie die Dacheindeckung auszuführen ist, ob Klinkersteine, Putz, Schiefer oder eine Holzverschalung die Fassadenbekleidung bilden, all das lässt sich wählen. Je nach Geschmack der Bauherren und in Übereinstimmung mit den örtlichen Gepflogenheiten. DHV-Vorstandsmitglied Kitzlinger betont: „Einen typischen Schwarzwaldbalkon bekommt man an der Nordseeküste wahrscheinlich nicht genehmigt. Aber wenn es denn ein Fertighaus mit traditionellem Reetdach werden soll, steht dem natürlich nichts im Wege.“

Fachberater sind mehr als „Hausverkäufer“!

Die Fachberater/-innen in den Musterhäusern der DHV-Mitgliedsunternehmen sind für die Besucher da. Sie sind zumeist die ersten Ansprechpartner und begleiten Bauherren und ihre Familien gern durch alle Phasen der Entscheidungsfindung. Als Bauprofis kennen sie sich mit modernen Heizanlagen und der Gebäudetechnik genauso selbstverständlich aus wie mit den Eigenschaften der verwendeten Baumaterialien. Auch als Einrichtungsberater geben sie stilsicher Rat. Darüber hinaus fungieren sie als Dienstleister bei der Vermittlung von Baugrundstücken und Baufinanzierungen, holen für Hausbaukunden bei Banken, Bausparkassen und Versicherungen optimale Konditionen raus und machen sich als Allround-Wegbereiter rasch unentbehrlich.

Baufritz Haus Alpenchic - ratgeber bauen

Foto: Baufritz

DHV-Präsident Taglieber merkt an: „In jedem Fall sollte „die Chemie“ zwischen Ihnen und dem Fachberater Ihres Hausanbieters stimmen. Es sollte also ein vertrauensvolles Klima gegenseitiger Wertschätzung herrschen. Wenn Sie das Gefühl haben, bei ihm oder ihr in besten Händen zu sein, können Sie den Bau Ihres Traumhauses mit dem DHV-Mitgliedsunternehmen Ihrer Wahl unbesorgt in Angriff nehmen.“

O. Rautenberg