Media | Newsletter | Kontakt | Impressum

ratgeberbauen kostenlos als PDF

Sind Sie an den neusten Nachrichten, Trends und gesetzlichen Änderungen aus dem Bauen- und Wohnen-Umfeld interessiert? Dann melden Sie sich an und verpassen Sie keine Ausgabe und keine News mehr.
  • Brandaktuelle News und
    Informationen
  • Praktische Hilfe in der Entscheidungs-
    bzw. Orientierungsphase
  • Immer die aktuelle ratgeberbauen
    kostenlos vor Erscheinungstermin
1 E-Mail-Adresse eintragen.
2 Newsletter-Registrierung bestätigen.
3 Newsletter + Ausgabe von „ratgeberbauen“ erhalten.
Datenschutz-Hinweis

Eigenheim – so wird der Traum bezahlbar

Häuslebauer, die auf unnötigen Schnickschnack verzichten, können viel sparen. Da gilt es die Kosten im Blick zu behalten, denn teuer wird es ohnehin. Wo also kann gespart werden und wo besser nicht? Wir geben Tipps zum Bauen mit nur kleinem Budget.

15 Tipps zum Sparen der Baukosten

Ein Haus zu bauen ist schon mit viel Geld nicht einfach und eine große Herausforderung für den Bauherren. Wie also können der Grundriss, das verwendetet Material und das Grundstück ausgewählt werden, sodass diese nicht mit den Bauvorschriften, den eigenen Wünschen und dem Energieverbrauch kollidieren?

Auf diese Fragen gibt die nachfolgende Infografik Auskunft:

Infografik Baukosten - ratgeber bauen

Infografik Baukosten Quelle

Der Blog Architekten Scout ist ein Spezialist für solche Fragen. Mit 15 Tipps lassen sich die Baukosten um rund 30 Prozent senken. Wer sparen will, muss sich den Spareffekt auch auf irgendeine Weise erkaufen und ein preiswertes Haus zu bauen ist oftmals eine Gratwanderung zwischen Erbsenzählerei, kreativer Sparerei und Mut, einmal etwas anderes zu wagen.

Dafür muss sich der Bauherr auch einmal auf unkonventionelle Lösungen einlassen. Wer so baut wie jeder baut, dem nützen die obigen Tipps nicht. Tatsächlich können aber mit einigen Maßnahmen die Kosten für ein Einfamilienhaus enorm gedrückt werden.

So lassen sich 54.000 Euro sparen

Ein mittelpreisiges Einfamilienhaus kostet in Deutschland durchschnittlich 1.800 Euro pro Quadratmeter – mit den obigen Tricks lässt sich dieser Preis auf 1.260 Euro reduzieren. Das macht immerhin bei 100 Quadratmetern Wohnfläche ein Einsparpotenzial von 54.000 Euro aus! Diese Summe schlägt sich auch in der Finanzierung nieder und die gesparten Zinsen können in die Tilgung gesteckt werden. Doch der Weg dorthin ist lang und erfordert hohe Konsequenz und Wachsamkeit. Die erste Faustregel heißt auch: Preiswert bauen heißt klein bauen. Diese Weisheit hat auch Tücken und nicht jeder Sparvorschlag ist für jeden Bauherrn geeignet.

Beispielsweise ist der Quadratmeterpreis umso preiswerter, je größer das Haus ausfällt. Denn es können nicht alle Posten im gleichen Verhältnis reduziert werden. So bleiben zum Beispiel die Kosten für die Heizung, Treppe oder Bad gleich hoch – egal ob das Haus nun 100 oder 150 Quadratmeter oder vier oder fünf Zimmer hat. Trotzdem sollen sich Bauherren nicht irritieren lassen und nur deshalb größer bauen, auch wenn es so nicht geplant war.

Das passende Grundstück finden

Möchte ein älteres Ehepaar nur ein 70-qm-Haus bauen, ist es nicht leicht, ein passendes Grundstück zu finden. Der Preis für ein Grundstück bemisst sich auch daran, was auf dem Grundstück gebaut werden darf. Wird das nicht ausgenutzt, können die Kosten für das Grundstück das Budget überverhältnismäßig hoch belasten. Eine gute Lösung wäre hier ein Doppelhaus und die Vermietung der einen Hälfte oder die Aufteilung eines Hauses in zwei Wohnungen. Vielleicht hat das Ehepaar auch Kinder oder Enkelkinder, die den zweiten Teil nutzen möchten.

Doppelhaus - ratgeber bauen

Überproportional hohe Grundstückskosten können durch Errichtung eines Doppelhauses vermieden werden.
Foto: © istock.com/clu

Alle Sparmaßnahmen nützen nur herzlich wenig, wenn nicht auch die Lage des Grundstücks mit in die Berechnung mit einfließt. Ist es zu abgelegen, machen die Mehrkosten für die Fahrt zum Arbeitsplatz alle Einsparungen zunichte. Bereits bei nur 30 km zusätzlich sind bei einem Kleinwagen monatlich etwa 350 Euro mehr aufzuwenden – da machen auch die steuerlichen Vergünstigungen nur wenig aus. Würden stattdessen diese 350 Euro in ein Hypothekendarlehen gesteckt, könnte damit ein Darlehen von mehr als 70.000 Euro bei einer 1-%-Tilgung und einer zwanzigjährigen Zinsbindung von 2,25 Prozent finanziert werden.

Größere Räume in Obergeschoss, kleinere ins Erdgeschoss

Günstiger wird es auch, wenn die kleineren Räume ins Erdgeschoss verlegt werden und die größeren, wie etwa das Wohnzimmer, ins Obergeschoss. So wandern Küche und Kinderzimmer nach unten und die Kinder haben freien Zugang zum Garten. Die Küche wird mit einem großen Essplatz zum Mittelpunkt. Solch ein Grundriss hat von der Kostenseite her den großen Vorteil, dass die Wände der kleineren Räume die Decke besser tragen, da nur geringe Spannweiten erforderlich sind – das spart Material.

Eine Reduzierung der Verkehrsfläche bringt ebenfalls viel Kostenersparnis mit sich. Warum also nicht einfach die Diele doch etwas großzügiger planen und als Essplatz nutzen? Oder die Treppe ins Obergeschoss an der Wohnzimmerwand führen? Das sieht sogar elegant aus und nutzt den Raum optimal. Nicht jeder einzelne Raum muss auch zum Flur führen. Gefangene Räume werden von einem anderen Zimmer aus erschlossen – das Badezimmer en Suite neben dem Elternschlafzimmer ist das beste Beispiel dafür.

Bedezimmer en Suite - ratgeber bauen

Badezimmer en Suite – bestes Beispiel für einen „gefangenen Raum“. Foto: © istock.com/ymgerman

Eine weitere grundsätzliche Lösung heißt Einfachheit: Ein klarer und systematischer Grundriss und eine einfache Fassade sind von Vorteil, denn schließlich kostet jede weitere Ecke und jeder Mauervorsprung etwas mehr. Das betrifft auch das Dach, denn jede Gaube, jeder Grat und jede Kehle verursachen vermeidbare Mehrkosten.

Nicht gespart werden darf im Punkt der Sicherheit – das betrifft das eigene Haus ebenso wie die notwendigen Versicherungen, zum Beispiel die Bauherrenversicherungen. Und auch die Beschäftigung von Schwarzarbeitern am Bau kann den Traum vom Eigenheim schnell zunichte machen – nämlich dann, wenn der Zoll anrückt.

Bauphase - ratgeber bauen

Die Bauphase: Sind alle nötigen Versicherungen abgeschlossen? Foto: © istock.com/querbeet

Weitere Informationen gibt es im Blog Architekten Scout, direkt zur Liste mit den Spartipps geht es hier.

O. Rautenberg