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Nachträglich smart

Auch wenn immer mehr Wohnhäuser smart werden, die meisten Häuser in Deutschland wurden zu einer Zeit gebaut, in der man beim Thema Haus an alles mögliche gedacht hat, nur nicht an den Begriff „schlau“. Das muss nicht so bleiben, viele Smarthome-Systeme können nachgerüstet werden.

Es ist schon toll: Heizung regeln, Jalousien verfahren, Lichtquellen ein- und ausschalten, Alarmanlage aktivieren, etc., das alles von einem (eventuell mobilen) Punkt aus. Plant man solch ein System bereits beim Neubau mit ein, so ist zumindest die Installation relativ einfach zu bewerkstelligen. Aber auch die Nachrüstung ist eine beliebte Option.

JUNG_Smartphone_eNet_Screen - ratgeber bauen

Egal, an welchem Ort man ist: Ganz entspannt lassen sich alle wichtigen Funktionen des Hauses mit dem Smartphone steuern. Foto: Jung

Ganz oder teilweise?

Dafür  bieten sich zwei Optionen an: Die eine ist quasi das „volle Programm“, das sich lohnt, wenn das Gebäude kernsaniert wird. Da können Wände aufgestemmt und Leitungen neu verlegt oder erneuert werden, neue Fenster und Jalousien werden installiert und eventuell spendiert man dem Haus auch noch ein neues Heizungssystem. In so einem Fall können Sie aus dem Vollen schöpfen und schauen, was der Markt im Bereich Smart Home hergibt.

Smart Home Jalousie - ratgeber bauen

Von Warnmeldern über Fenster und Türen, von Jalousien bis hin zu Waschmaschinen und Kühlschränken: So ziemlich alle Bereiche eines Hauses lassen sich heutzutage in irgendeiner Weise überwachen und/oder steuern. Foto: Shutterstock

Im Fall einer Nachrüstung ohne bauliche Veränderungen sieht die Sache schon anders aus, da müssen doch Abstriche gemacht werden. Dies bedeutet, dass Kabel als Datenübermittler weitestgehend ausfallen und diese Aufgabe von drahtlosen Systemen wie Funk oder WLAN übernommen werden müssen. Und möglicherweise gibt es nicht für jedes bereits im Haus installierte Gerät einen steuerbaren Adapter, der auch mechanisch arbeitet. Licht aus der Ferne zu steuern ist einfach, Ein Fenster per App zu öffnen ist da bereits deutlich kniffliger. Zu guter Letzt ist eine Nachrüstung sicher auch eine Frage der Optik, denn meist müssen an bereits bestehende Geräten die Einrichtungen angebracht werden, die das Gerät smart machen. So sollte sich jeder Hausbesitzer fragen, ob er mit in regulären Steckdosen angebrachten smarten Stromzählern, größeren Thermostaten oder etwas klobigen Steuereinheiten an den Fenstern leben kann und will. Und er sollte sich auch entscheiden, was wirklich nötig und was nur ein Gimmick ist. Aber das ist natürlich auch eine Geschmacksfrage.

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Die iQ500 A++ Kühl-Gefrier-Kombination verfügt über zwei Hochleistungskameras, die alle Vorräte im Blick behalten. Per Smartphone oder Tablet kann der Besitzer jetzt sogar von unterwegs nachschauen, was sich aktuell im Kühlschrank befindet, und was er gegebenenfalls einkaufen muss. Foto: Siemens

Das Angebot wird immer größer

Das Angebot jedenfalls ist groß: Die Zahl der Hersteller, die Nachrüstsets für ihre Produkte anbieten, wächst stetig. Es soll sogar schon Systeme geben, die ältere Heizkessel mechanisch bedienen, also entsprechende Knöpfe drücken und Regler drehen können.

Ebenfalls groß ist das Angebot an drahtlosen Steuersystemen, sie reichen von der Alarmanlage als Einzelanwendung bis hin zum Komplettsystem, vom Versandhandel mit chinesischen Billigprodukten bis zur hochqualitativen Geräten aus europäischer oder heimischer Produktion.

Nicht am falschen Ende sparen

Wichtig ist auch die Wahl des richtigen Funknetzes. Für die Steuerung einfacher Aufgaben ist WLAN sicher überdimensioniert, allerdings besitzen bereits sehr viele Haushalte einen entsprechenden Router, der sich dann auch für die Hausautomation nutzen lässt. Und sobald eine Überwachungskamera ins Spiel kommt, ist man für die WLAN-Bandbreite wieder dankbar. Der oben erwähnte Versandhandel bietet aktuell ein Gerät an, das mit Funk auf 433MHz sendet, obwohl dieses ISM-Band in Deutschland nicht mehr für neue Geräte verwendet wird. Es gilt als überlastet und deshalb auch als störanfällig.

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Hausautomation entspannt und schafft mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Foto: Honeywell

Je größer ein System wird, desto höher ist die Zahl potenzieller Fehlerquellen. Dies gilt nicht nur für die Geräte und Sensoren, sondern auch für deren Programmierung. Ganz besonders, wenn  (je nach Hersteller) ungewohnte, sogenannte „wenn dann“ Befehlsketten (wenn x stattfindet, dann soll y passieren) eingegeben werden müssen. Hier, wie bei der Installation, ist die Hilfe eines Fachmannes die teurere, dafür aber nervenschonendere Wahl. 

O. Rautenberg