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Heiße Typen für jede Wohnung

Nach der Beratung durch den Schornsteinfeger können bereits einige Kamintypen ausgeschlossen werden, doch es bleiben genug Möglichkeiten übrig, um die Wahl zur Qual zu machen. Damit Sie sich einen Überblick verschaffen können, stellen wir Ihnen sieben unterschiedliche Kamintypen vor und verraten Ihnen, worauf Sie achten müssen.

– Speicherofen

Kamintypen - ratgeber bauen

Specksteinofen Genius. Foto: Nunnauuni

Bei einem Speicherofen wird die im Feuerraum erzeugte Wärme in keramischen Materialien gespeichert und über einen langen Zeitraum gleichmäßig an den Raum abgegeben. Zum Typ Speicherofen gehören auch Specksteinöfen. Der Speckstein gibt dann nach und nach die Wärme wieder an seine Umgebung ab. Je nach Bauart können Specksteinöfen bis zu 24 Stunden Wärme speichern. Speicheröfen können bis zu 1000 kg wiegen, vor allem Specksteinöfen sind aufgrund des Materials sehr schwer. Ein solcher Ofen darf in vielen Altbauten aus Sicherheitsgründen nicht aufgestellt werden.

2 – Kaminofen

Kamintypen - ratgeber bauen

Kaminofen Bali Woodstone.
Foto: Haas + Sohn Ofentechnik GmbH

Kaminöfen haben im Gegensatz zu anderen Öfen den Vorteil, dass sie sich relativ problemlos in Miet- und Eigentumswohnungen variabel installieren lassen (in Mietwohnungen unbedingt Einverständnis des Eigentümers einholen). Voraussetzung ist allerdings eine geeignete Anschlussmöglichkeit an den Schornstein.

3 – Dauerbrandofen

Kamintypen - ratgeber bauen

Dauerbrandofen Modell Potsdam. Foto: Haas + Sohn Ofentechnik GmbH

Wer seinen Ofen als Heizung nutzen und ihn rund um die Uhr in Betrieb halten möchte, ist mit einem Dauerbrandofen gut beraten. Dieser Ofen ist mit Verbrennungsluftautomatik und einer Gussmulde im Feuerraumboden ausgestattet, wo sich die Kohle wie in einem Nest sammelt und von oben nachrutschten kann, um dort die Glut zu halten. Dauerbrand bezieht sich auf den Brennstoff Braun- und Steinkohle. Wer mit Holz heizt, hat immer einen Zeitbrand. Denn Holzbrand ist immer Zeitbrand, auch in einem Dauerbrandofen.

4 – Warmluftkachelofen

Kamintypen - ratgeber bauen

Kachelofen POLI Soft Edge mit Strukturkeramik in Steinoptik. Foto: Kaufmann Keramik GmbH

Ein Warmluftkachelofen erzeugt schnell Wärme, indem er die Raumluft über Umluftöffnungen in die innere Heizkammer leitet, wo die Luft sich an den Heizkomponenten erwärmt und über Warmluftgitter gezielt wieder an den Raum abgeleitet wird. Moderne Heizeinsätze für verschiedene Brennstoffe bieten hohen Bedienungskomfort, geringen Brennstoffverbrauch und wenig Schadstoffemissionen. Über die Warmluftkanäle lassen sich auch entfernt liegende Räume erwärmen. Die schnelle Aufheizung der Räume durch den Warmlufttransport kann gleichzeitig einen Nachteil darstellen. Durch die stetige Luftzirkulation werden Staub und Partikel in der Luft transportiert. Dies kann besonders für Allergiker unangenehm sein. Die erzeugte Wärme trocknet außerdem leichter die Luft aus als andere Kachelofensysteme. Durch geringere Speicherkapazitäten muss zudem häufiger befeuert werden, da der Warmluftkachelofen so schneller auskühlen kann.

5 – Heizkamin

Kamintypen - ratgeber bauen

Heizkamin Contura 11S. Foto: Contura

Die Funktion eines Heizkamins ist mit der eines Warmluftkachelofens vergleichbar. Die kühle Raumluft wird über Zuluftöffnungen in der Verkleidung am Einsatz vorbei geleitet und anschließend über Lüftungsgitter bzw. -kacheln dem Raum als Warmluft wieder zugeführt. Die Rauchgase werden über ein Rohr dem Schornstein zugeführt. Eine Integration des Heizkamins in die Zentralheizungsanlage ist problemlos möglich. Kommt ein Heizeinsatz mit Wassertasche zum Einsatz, so wird während des Kaminbetriebs Wasser erwärmt und dem Zentralheizungskreislauf zugeführt.

6 – Pelletofen

Kamintypen - ratgeber bauen

Pelletofen ivo.tec water+. Foto: wodtke GmbH

Pelletöfen wurden speziell für die Verfeuerung von Presslingen aus naturbelassenem Restholz (Sägemehl, Hobelspäne, Waldrestholz) entwickelt. Pellets verbrennen genau wie Stückholz CO2-neutral. Allerdings ist der Platzbedarf von Pelletöfen größer als bei Kaminöfen, da das Pelletlager integriert ist. Zudem fällt das typische Knistern des Holzes weg. Gleichzeitig sind meist der Transport der Pellets und das Gebläse zu hören, wenn es rundherum still ist. Die Zufuhr der Pellets erfolgt praktischerweise automatisch, sodass man nur einmal täglich oder sogar nur alle paar Tage den integrierten Vorratsbehälter auffüllen muss. Zudem schaltet sich der Pelletofen automatisch ab, wenn die gewünschte Temperatur erreicht wird. Sogar das Einschalten erfolgt bei einem Pelletofen automatisch mit einem Heißluftgebläse.

7 – Wasserführender Kaminofen

Kamintypen - ratgeber bauen

Kaminofen Arena Aqua mit Wasser-Wärmetauscher.
Foto: Oranier Heiztechnik GmbH

Bei wasserführenden Kaminöfen wird zusätzlich ein Wärmetauscher mit Wasserkreislauf integriert, der auch an ein bestehendes Heizungssystem mit eigenem Warmwasserspeicher angeschlossen werden kann. Der Anschluss an einen Heizkreislauf kann aber nicht direkt erfolgen, sondern nur über einen geregelten Pufferspeicher. Die hohe Energieausbeute eines wasserführenden Kamins kommt durchschnittlich zu einem Drittel der direkten Heizung zugute. Zwei Drittel werden im Brauchwasser genutzt. Umweltfreundliche Kombinationen mit thermischen Sonnenkollektoren und Wärmepumpen sind technisch unproblematisch realisierbar.

Titelbild: Contura
O. Rautenberg