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LED: die Simulation des Glühfadens

Noch immer wird die Glühbirne als Inbegriff des „guten“ Lichts angesehen: Das (vermeintlich) flimmerfrei Licht und die von ihr ausgestrahlte Farbtemperatur werden als angenehm empfunden – sehr große Fußstapfen für die LED-Technik also.

Glühlampen für den Hausgebrauch arbeiten meist im Farbbereich von 2.300 bis 2.900 Kelvin. Je stärker man sie dimmt, desto rötlicher färbt sich ihr Licht. Auch bedient die Glühlampe als „Wärmestrahler“ das gesamte Spektrum der Wellenlängen und ist durch die Trägheit des Glühfadens relativ flimmerfrei. LED hingegen sind keine Wärmestrahler und emittieren fast mono- chromatisches Licht in einem begrenzten Spektralbereich, es fehlen ihnen bestimmte Wellenlängen. So wird weißes LED-Licht zur Herausforderung: Man kann es entweder aus Rot-, Blau- und Grün-Led mischen, was zu einem kaltweiß sowie zu unterschiedlich farbigen Schatten führt und im Normalfall „unsauber“ ist. Oder man nimmt dafür eine weiße LED.

Gibt´s nicht, gibt´s doch!
Der Haken daran: Die weiße LED gibt es nicht! Jede weiße LED ist „in echt“ eine blaue Diode, auf die ein breitbandiger Lumineszenzfarbstoff aufgebracht wurde – er verändert die Lichtfarbe von Blau zu Weiß. Das ist auch der Grund, warum ältere „weiße“ LED blaustichig werden: Die Wirkung des Lumineszenzfarbstoffes lässt nach. Es gibt aber noch weitere Qualitätsaspekte: Nicht für alle LED wird dieser Farbstoff gleichzeitig angerührt, somit sind von Charge zu Charge Unterschiede auszumachen. Die fallen einzeln nicht auf, können aber bei mehreren Leuchten nebeneinander deutlich zu Tage treten. Außerdem kann die Dicke des Farbauftrags variieren und so für Unterschiede sorgen.

Weniger ist mehr
Während die falsche Lichtfarbe lediglich ein stilistisches Ärgernis ist, ist das Flimmern einer Leuchte ein belastender Faktor. Der Haushersteller Baufritz hat zusammen mit der BioLicht GbR eine LED entwickelt, die als flimmerfrei gilt. Die Pure-Z-LED genannte Lampe soll die Vorteile der LED-Technik mit den Möglichkeiten kombinieren, die aufgrund des Kostendrucks oft fallen gelassen werden: Eine bessere Vorschaltelektronik und hochwertige LED-Chips reduzieren das Flimmern auf das momentan technisch mögliche Minimum. Gleichzeitig bieten sie eine Spektralverteilung, die der des Sonnenlichts sehr nahe kommt.

Vergleich des Lichtspektrums der Pure-Z-LED mit einer Energiesparlampe (Baufritz).

Vergleich des Lichtspektrums der Pure-Z-LED mit einer Energiesparlampe (Baufritz).

The Dimmer takes it all
Auch die Firma Segula bietet nach eigenen Angaben ebenfalls flimmerfreie LED an und hat sich zusätzlich einer vom Dimmen abhängigen Problematik angenommen: der Farbtemperatur. Denn weil die LED kein Wärmestrahler und mit eingeschränktem Spektrum ausgestattet ist, bleibt die Änderung der Farbtemperatur beim Dimmen aus, die LED wird einfach nur dunkler oder heller.

Mit dem „LED Ambient Dimming“ simuliert der Hersteller nun das Dimmverhalten einer Glühwendel. Diese Technik gibt es als Reflektor-Strahler, aber auch als sogenannte „LED-Filament-Lampe“. Je nach Typ reicht die Spanne der Farbtemperatur dann von 1.700 bis 3.000 Kelvin. Auch andere Hersteller versuchen sich in diesem Segment, Osram beispielsweise unter der Bezeichnung „GLOWdim“.

A. Winterhoff