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Sauna und Wellness für Ihr Zuhause

Wem gefällt es nicht, nach einem langen Tag, die müden Beine  in angenehmer Hitze— von sich zu strecken und  zu entspannen. Eine schöne Möglichkeit, sich eine Auszeit vom Alltagsstress zu gönnen und gleichzeitig seinem Körper etwas Gutes zu tun, ist eine Sauna.

Es gibt sehr viele verschiedene Saunaarten und -varianten. Meist versteht man unter diesem Begriff die klassische Holzsauna oder auch finnische Sauna. In jedem Fall aber reicht für eine Sauna bereits eine Grundfläche von 2 x 2 Metern aus. Oft werden kleine Saunen in Kellerräume eingebaut. Eine solche Kompakt-Sauna ist bereits ab etwa 2000 Euro inklusive Einbau erhältlich.

10 Tipps für den Saunaeinbau im Haus

KLAFS Sauna Chalet ratgeber bauen

In der Sauna Chalet non Klafs besteht sowohl die Innen- als auch die Außenverkleidung aus großflächig verarbeitetem Zirbenholz. / Foto: Klafs

Die Ansprüche für den heimischen Saunabereich steigen. Diese Tipps sorgen dafür, dass die Sauna viele Jahre hinweg dem Qualitätsanspruch gerecht wird und für dauerhaftes Vergnügen sorgt.

1. Welche Räume sind geeignet? Ob lang und schmal oder klein und kompakt – vom Keller bis zum Dachboden mit schrägen Wänden. Mit maßgeschneiderten Lösungen passt die Sauna sich räumlichen Verhältnissen an.

2. Bauliche Voraussetzungen: Von der Saunakabine bis zu Ruhebereich und Dusche sollten nicht nur Fragen der individuellen Gestaltung, sondern auch baulicher Voraussetzungen wie Elektrozuleitung, Be- und Entlüftung, Fußboden mit einem Fachberater vor Ort abgestimmt werden.

3. Die Steuerung: Die richtige Steuerung kann nicht nur das richtige Klima erzeugen, sondern eine intuitive Benutzerführung bieten, die aktuelle Betriebsdaten wie Temperatur, Feuchte, Zeit, Badebereitschaft usw. auf einen Blick zeigen.

4. Die Saunatür: Die Tür muss aus Sicherheitsgründen nach außen aufgehen. Gut ist eine Ganzglastür aus Sicherheitsglas, bei der Türgriffe aus Holz vor Verbrennungen schützen.

5. Der Saunaofen: Der Saunaofen sollte an seinen Außenflächen unter 100 Grad Celsius warm sein. Um die Aufheizdauer im Rahmen zu halten, sollte die KW-Zahl der Kabinengröße angepasst werden. Vor Verbrennungen schützt eine Blende.

6. Der richtige Liegekomfort: Sauna-Rückenlehnen sollten ergonomisch geformt und sauber verarbeitet sein. Für das Holz, das ast- , harz- und splitterfrei ist und zugleich Feuchtigkeit (Schweiß) und hohe Temperaturschwankungen aushält, kommen zwei Arten in Frage: Pappelholz und Abachi.

7. Das richtige Holz für das Badeklima: Für Wand und Deckenelemente ist die saubere Verarbeitung der Saunahölzer wichtig, damit die Wärme und Feuchte der Sauna nicht verloren geht. Diese Eigenschaften erfüllen das Holz der kanadischen Hemlocktanne und der skandinavischen Fichte. Ein guter Hinweis auf die Reinheit der Hölzer ist die Plakette „Blauer Engel“.

8. Wärmedämmung – Energiesparen auch für die Umwelt: Der größte Wärme- und somit auch Energieverlust entsteht bei der Transmission über die Decke. Deshalb ist darauf zu achten, dass die Stärke-Vorgaben des RAL-Standards von Saunawänden- und Decken nicht unterschritten werden.

9. Die Lüftung: Um in der Sauna ausreichenden Luftaustausch zu gewährleisten, ist ein zugfreies Lüftungssystem nötig. Der Luftdurchsatz sollte je nach Betriebsart und Personenzahl reguliert werden können um nicht nur für ein optimales Badeklima zu sorgen, sondern auch um Energie und Kosten zu sparen.

10. Qualität und Gütesiegel: Drei Gütesiegel helfen dem Verbraucher bei der Orientierung: RAL (Gütegemeinschaft Saunabau und Dampfbad e.V.), VDE (Qualitätssiegel für Steuerung und Ofen), GS (garantiert geprüfte Sicherheit).

Saunavergnügen im Grünen

Aber wäre es nicht schöner diesen Genuss, statt im dunklen Keller, im eigenen Garten zu genießen? Das Unternehmen Blockhausbau Hummel stellt beispielsweise individuell geplante Sauna-Häuser her. So kann man im Winter geschützt und entspannt den Sternenhimmel oder bei eisigen Temperaturen das Prasseln der Regentropfen genießen, denn die Sauna-Häuser können auf Wunsch auch mit Panorama-Dächern aus Glas und großen Schiebe- und Flügeltüren ausgestattet werden. Damit wird Saunen zum naturnahen und vor allem spontan realisierbaren Familienerlebnis direkt vor der Haustür. Nur Platz muss man für dieses Erlebnis haben.

Saunahäuser von Josef Hummel

Die Sauna-Häuser sind in den unterschiedlichsten Größen und Variationen erhältlich und lassen auch auf einer Dachterrasse realisieren. / Foto: Blockhausbau Hummel

ColoriSPA von Hummel

Im Saunahaus ColoriSPA von Blockhausbau Hummel wirkt die Kraft der Farbe. / Foto: Blockhaus Hummel

Saunagänger leben länger

Wer regelmäßig in die Sauna geht, kann sein Leben verlängern. So lautet das Ergebnis der jahrzehntelangen Forschung zur Sauna-Wirkung von Priv.-Doz. Dr. med. Rainer Brenke. Die bedeutsamste Beobachtung der aktuellen Forschung ist die thermische Anpassungsfähigkeit des Körpers und die dadurch resultierende, langfristige Absenkung der Körperkerntemperatur. Regelmäßige Saunagänger schwitzen schon nach wenigen Wochen gesünder und effizienter als zu Anfang. Auch frieren diese im Winter nicht so schnell und leiden im Sommer weniger unter Hitze. In diesem Zusammenhang intensiviert der Organismus im Laufe der Zeit seine Möglichkeit zur Wärmeabgabe – bereits nach zehn Saunabädern steigt durch die stärkere Durchblutung die Hauttemperatur an. Die Wärmeabgabe wird so einerseits verbessert, andererseits bewirkt die dadurch verringerte Isolationswirkung der Körperschale durch regelmäßiges Aufheizen und Schwitzen in der Sauna ein langfristiges Absinken der Körperkerntemperatur. Die Probanden der Studie nahmen das Absinken der Körperkerntemperatur binnen weniger Wochen auf 0,5 °C unter den Sollwert äußerlich nicht etwa durch Frieren oder Frösteln wahr – nach vollzogener thermischer Anpassung stellte sich der neue Sollwert einfach dauerhaft ein.

„Eine um 0,5 Grad Celsius niedrigere Körpertemperatur hätte eine Steigerung der Lebenserwartung um wenigstens fünf Jahre zur Folge. Wurde man mit der thermischen Anpassung im mittleren Lebensalter beginnen, blieben immer noch zwei bis drei Jahre Verlängerung der Lebenserwartung“, erklärt Rainer Brenke.

Eine thermische Anpassung von Saunagängern durch die Wechselreize ermöglicht gleichsam die Verzögerung von verschiedenen Alterungsprozessen: So wie die meisten Lebensprozesse temperaturabhängig sind, beschleunigt Wärme ganz allgemein viele Abläufe, während Kälte auch verlangsamend wirken kann.

 

A. Winterhoff