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Altersgerecht sanieren – stolperfrei im Bad

Die Bundesbürger werden immer älter. Doch nur ein Bruchteil der deutschen Senioren wohnt in einer altersgerechten Umgebung. Vor allem im Bad werden Stolperfallen zur alltäglichen Belastungsprobe. Experten raten deshalb, früh in den Abbau von Barrieren zu investieren.

„Man kann eigentlich gar nicht rechtzeitig genug anfangen, Vorsorgemaßnahmen mitzudenken“, wird Elisabeth Mertens im Deutschlandfunk zitiert. Die Referentin für barrierefreies Bauen bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen rät jungen Hausbesitzern, Reparaturen, die in den eigenen vier Wänden anstehen, direkt mit altersgerechten Umbauarbeiten zu verbinden.

Derzeit ergibt der deutsche Wohnbestand ein ernüchterndes Bild: Bundesweit lassen sich gerade einmal 1,4 Millionen barrierefreie Wohneinheiten ausmachen. Der Bedarf liegt dem Kuratorium für deutsche Altershilfe zufolge jedoch bereits heute bei 2,5 Millionen Wohnungen. Dennoch leben mehr als 90 Prozent der deutschen Senioren auch im hohen Alter noch in der eigenen Wohnung und nehmen tagtäglich die damit verbundenen Gefahren auf sich.

Neben dem Zugang zur Wohnung über Stufen und Schwellen wird für Senioren mit zunehmendem Alter vor allem das eigene Badezimmer zum Hindernisparcours. Wer hier bereits in jüngeren Jahren barrierefrei saniert, sorgt nachhaltig für einen unbeschwerten Lebensabend vor. Oft ist dazu kein kompletter Umbau notwendig. Eine optimale Bewegungsfreiheit für Personen mit körperlichen Einschränkungen lässt sich bereits mit wenigen Maßnahmen realisieren.

Soll die Nasszelle neu gestaltet werden, empfiehlt sich der Einbau einer ebenerdigen Dusche. Entsprechende Walk-in-Modelle fürs Badezimmer liegen derzeit im Trend. So lässt sich ein barrierefreier Umbau optimal mit modernen Wohnideen kombinieren. Beim Einbau des Waschbeckens sollte darauf geachtete werden, dass die Konstruktion gut in der Wand verankert ist und genügend Halt bietet, um sich später daran abstützen zu können. Weitere Haltegriffe in der Dusche und an der Toilette lassen sich bei Bedarf auch später schnell nachrüsten.

Da auch die Sehkraft im Alter nachlässt, hilft ein gut ausgeleuchtetes Badezimmer, Unfälle zu vermeiden. Die Gefahr, sich am Wasserhahn zu verbrühen, lässt sich durch Wasserhähne mit integrierter Temperaturbegrenzung bannen.

Spätestens, wenn sich die ersten Anzeichen des Alters bemerkbar machen, aber ein Umzug in eine barrierefreie Wohnung nicht mehr infrage kommt, sollte ein Abbau von Hindernissen in den eigenen vier Wänden in Angriff genommen werden. Dazu können sich Hausbesitzer staatliche Zuschüsse im Rahmen des Förderprogramms „Altersgerecht Umbauen“ sichern.

 

O. Rautenberg