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DIY – Gartendusche selbst gemacht

Wenn im Juli und August das Thermometer über 30 Grad klettert … Okay, okay, die Hoffnung stirbt zuletzt! Irgendwann wird es auch diesen Sommer heiß! Ganz bestimmt! Und wenn es endlich soweit ist, dann ist es im heimischen Garten an einem schattigen Platz oder im bequemen Liegestuhl am angenehmsten. Dennoch sehnt man sich bei hochsommerlichen Temperaturen nach einer kühlen Erfrischung. Neben einem Eis oder einem Kaltgetränk ist eine selbst gebaute Dusche im eigenen Garten die ideale Möglichkeit, sich sofort an Ort und Stelle abzukühlen und die Erfrischung im Freien voll auszukosten. Wenn auch vielleicht erst nächstes Jahr nutzbar, ist es dennoch praktisch, wenn man weiß, wie es geht!

Schwierigkeit: mittel, Dauer: circa 6 Stunden (plus Einkaufszeit),
Größe: circa 1,80 Meter Höhe, circa 2,00 Meter Durchmesser

Materialliste:

DIY_ratgeber-bauen_Bosch-HG_Gartendusche_MateriallisteGartendusche mit Wasserhahn aus Edelmetall
Gartenschlauch zum Anschluss der Dusche an einen Wasserhahn
Circa 70 imprägnierte Zaunpfähle, 2,5 m lang (Durchmesser 6 cm), Fichte, für den Sichtschutz, je nach Größe der Dusche
6 bis 8 Hainbuchen im Pflanztopf, ungefähr 1,8 m hoch
Circa. 2 m2 Natursteinplatten, je nach Größe der Dusche
Circa 0,4 m3 Kies als Drainage, je nach Größe
Circa 0,4 m3 Pflastersand zum Verlegen der Natursteinplatten, je nach Größe der Dusche
Zaundraht, verzinkt, circa 4 m

 

 

Schrauben
2 Holzschrauben, Edelstahl (3,5 x 50 mm), zur Befestigung der Dusche

Werkzeugliste
Säbelsäge (Bosch PSA 900 E), Akku-Bohrschrauber (Bosch PSR 10,8 LI-2), Akku-Heckenschere (Bosch AHS 55-20 LI)

Zubehör
Arbeitshandschuhe, Extralanger Holzbohrer (2 x 300 mm)

Sonstiges
Spaten, Rechen, Gummihammer, Vorschlaghammer

Schritt 1:

DIY_ratgeber-bauen_Bosch-HG_Gartendusche_Step-1

Schritt 1

Zunächst den genauen Ort und die Form der Gartendusche auf dem Grundstück bestimmen. Hierfür einfach mit den Natursteinplatten den Boden der zukünftigen Dusche auslegen. Anschließend mit einem Spaten den Umriss rings um die Platten einstechen.

Tipp: Damit ein exakter Kreis entsteht, einen kurzen, geraden Stock am Mittelpunkt des Tipis in den Boden stecken und ein Seil daran binden. Nun das Seil am anderen Ende mit dem Spaten verknoten, so dass zwischen Stock und Spaten ca. 1 m Abstand ist. Diesen wie einen Zirkel um den Stock führen und im Abstand von wenigen Zentimetern wiederholt in den Boden stecken, um den Kreis zu markieren.



Schritt 2:

Jetzt geht es in die Tiefe: Mit dem Spaten circa 20 cm tief innerhalb der definierten Außenlinie die Grasnarbe ausheben.

Schritt 3:

Damit später auch auf festem Untergrund geduscht werden kann, zunächst den Boden für die Natursteinplatten vorbereiten. Hierfür Kies mit einem Rechen gleichmäßig innerhalb der ausgehobenen Fläche verteilen. Anschließend eine Schicht Pflastersand auf dem Kies verteilen und mit einer Holzleiste o.ä. glatt streichen. Der Sand stellt sicher, dass später alle Platten eben auf dem Erdboden aufsitzen.

Schritt 4:

Im nächsten Schritt die gewünschte Anzahl der Natursteinplatten auf dem Sand verlegen. Eine Mischung aus kleineren und größeren Platten bildet dabei einen schönen Kontrast. Zwischen den Steinen stets ca. 5 cm bis 10 cm Platz lassen, damit das Muster gut erkennbar bleibt. Wenn alle Platten auf dem Sand ausgerichtet sind, diese zunächst per Hand andrücken und anschließend mit einem Gummihammer festklopfen. Nun alle Zwischenräume mit dem übrigen Kies auffüllen, der gleichzeitig als Drainage für die Dusche dient.

Schritt 5:

DIY_ratgeber-bauen_Bosch-HG_Gartendusche_Step-5

Schritt 5

Im nächsten Schritt die Zaunpfähle, die als Spritz- und Sichtschutz für die Dusche dienen, dicht aneinander entlang des Außenrandes der Dusche einsetzen. Die Pfähle sollten für einen stabilen Halt mit einem Vorschlaghammer circa 50 cm tief direkt in den Boden getrieben werden. Dabei die gewünschte Breite des Eingangs der Gartendusche (ca. 1,5 m) aussparen. Damit sich die Dusche noch besser in den Garten integriert, an zwei Stellen des Pfahl-Sichtschutzes einen Bereich von circa 30 cm Länge aussparen, der später mit Hainbuchen blickdicht zuwächst. Hierfür zunächst mit einem Spaten ca. 20 cm tief Erde entlang der Aussparung ausheben und etwa drei bis vier Hainbuchen einpflanzen.


 

Schritt 6:
Nun erhält die Dusche ihren schwungvollen Abschluss: Dafür mit der Säbelsäge das obere Ende der Zaunpfähle so kürzen, dass ein abfallender Bogen zur linken Seite des Eingangs hin entsteht. Bei der Form des Bogens kann jeder seiner Kreativität freien Lauf lassen.

Schritt 7:
Damit die Pfähle noch mehr Halt haben, werden sie noch mit Zaundraht verbunden. Hierfür mit dem Akku-Bohrschrauber und einem dünnen Holzbohrer je ein Loch in das obere und untere Drittel jedes Zaunpfahls bohren. Im Anschluss den Draht am ersten Pfahl von außen nach innen durch das untere Loch fädeln und beim nächsten Pfahl von innen nach außen ziehen. Abwechselnd fortfahren, bis alle Pfähle miteinander verbunden sind. Am Ende die Drahtenden fest verknoten. Danach mit der oberen Lochreihe analog vorgehen.

Schritt 8:

Bevor die Gartendusche Premiere feiern kann, muss zunächst der Wasseranschluss verlegt werden – hierfür unbedingt die Angaben des Herstellers der Dusche berücksichtigen. Danach die Halterung der Dusche mit dem Akku-Bohrschrauber gemäß Herstellerin-formation an einem Pfahl festschrauben. Den Schlauch an die Dusche anschließen – und Wasser marsch!

Schritt 9:

Sobald die Hainbuchen an den ausgesparten Stellen im Sichtschutz zu hoch sind oder zu sehr in die Breite wachsen, diese mit der Akku-Heckenschere in Form halten. Dann steht einer erfrischenden Dusche an heißen Sommertagen nichts im Wege.

Tipp:
Auch der alljährliche Frühjahrsrückschnitt ist mit der Akku-Heckenschere schnell erledigt.

Fotos: Robert Bosch GmbH

O. Rautenberg