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Fünf gute Gründe für Holz im Innenraum

In hiesigen Kulturen spielt Holz traditionell eine entscheidende Rolle beim Gestalten des Zuhauses – als Material für Wand, Decke und Dach ebenso wie für Fenster, Fußböden und Möbel. Die Natürlichkeit sowie die individuelle Haptik und Optik des Werkstoffs tragen dazu bei, dass wir uns umgeben von Holz wohlfühlen.

„Seit jeher richtet der Mensch sein Heim so ein, dass er sich sicher, geborgen und schließlich rundum wohl fühlt“, sagt Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Holzindustrie (HDH). Besonders geeignet für das Wohlfühlwohnen ist der Werkstoff Holz. Er hat eine gute Ausstrahlung, fördert die Gesundheit, ist natürlich und feuchtigkeitsregulierend. Perfekt für die Innenraumgestaltung. 

HDH Holz im Innenraum2 - ratgeber bauen

Holz trägt dazu bei, dass wir uns zu Hause wohl und gesund fühlen und es auch sind. Foto: HDH/Richard Lampert

Holz ist wohngesund
Studien haben gezeigt, dass Holz im Innenraum verschiedene gesundheitsfördernde und therapeutische Wirkungen besitzt, aufgrund derer selbst eine Verwendung in Gesundheitseinrichtungen wie Krankenhäusern zur Debatte steht. Dazu zählen unter anderem der Abbau von Umweltstress sowie die Senkung von Puls und Blutdruck. Beides hängt wohl zum einen mit der evolutionär und kulturell bedingten Wahrnehmung der Menschen des natürlichen Materials zusammen. Zum anderen führen es Forscher auf im Holz enthaltene ätherische Öle zurück. Weitere in diesem Zusammenhang festgestellte positiv beeinflusste Körperreaktionen beziehen sich unter anderem auf die Verdauung, das Aggressionslevel, die Konzentrationsfähigkeit sowie die Fähigkeit zur Erholung des Körpers. Insgesamt stehen diese Effekte in Abhängigkeit zur Holzart und dessen Offenporigkeit. Einer Untersuchung zufolge fördert ein Bett aus Zirbenholz konkret das Schlafverhalten, indem es die Nachterholung dank einer reduzierten Herzfrequenz sowie einer erhöhten Schwingung des Organismus im Tagesverlauf verbesserte. Eine andere Studie stellte bei unbehandeltem Holz eine große antibakterielle Wirkung fest. Besonders profitieren außerdem Allergiker, da sich Holzflächen nicht statisch aufladen und somit kein Staub angezogen wird.

Ikea Holz - ratgeber bauen

Holz strahlt Wärme und Natürlichkeit aus. Foto: Ikea

Holz ist natürlich
So wie der Mensch und die Natur, ist auch Holz längst nicht perfekt, doch gerade das schätzen viele Menschen an dem natürlichen Werkstoff. Getreu dem Motto „Wer Narben hat, hat was erlebt“ können selbst Kratzer und Dellen sowie Äste und Verwachsungen – in Maßen – zur positiven Ausstrahlung von Holz im Innenraum beitragen. Diese wird anders als bei den meisten künstlichen Oberflächenmaterialien stets als „warm“ empfunden, wenngleich die Wärmeleitfähigkeit gering und die natürlichen Dämmeigenschaften damit besonders gut sind. Insgesamt ist Holz der umweltfreundlichste Werkstoff überhaupt. Bei der Verarbeitung zu Möbeln und Co. wird, etwa im Vergleich zu Kunststoffen oder Stein, nur wenig Energie verbraucht. Der Rohstoff selbst wird mindestens so umfangreich nachgepflanzt wie abgebaut. Diese Nachhaltigkeit ist ein weiteres Kennzeichen des Holzes. Zudem speichert es langfristig klimaschädlichen Kohlenstoff.

Holz reguliert die Luftfeuchtigkeit
Holz ist hygroskopisch. Das heißt, es nimmt überschüssige Feuchtigkeit aus der Raumluft auf und gibt diese bei trockener Umgebungsluft wieder ab. Dank seiner einzigartigen Zellstruktur funktioniert der Werkstoff dabei wie ein Puffer, der die Luftfeuchtigkeit im Innenraum auf wohnfreundliche 45 bis 55 Prozent reguliert. Diese Funktion erfüllen Möbelstücke und Co. umso besser, je offenporiger sie sind, das heißt je weniger die Oberfläche versiegelt ist.

Fabrickschick PalettenCouchtisch - ratgeber bauen.jpg

Nur wenige Materialien sind so unbedenklich, leicht zu verarbeiten und so vielseitig zu verarbeiten wie Holz. Foto: fabrikschick.de

Holz ist einzigartig
Jeder Baum und jedes Möbelstück ist ein Unikat. Anders als gedruckte Dekorfolien und Objekte aus Metall oder Kunststoff besticht das Holz mit Einzigartigkeit. Damit passt es perfekt in die heutige Gesellschaft, die maßgeblich vom Megatrend der Individualisierung geprägt ist.

O. Rautenberg