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Besser ökologisch dämmen

Sich mit ökologischen Dämmstoffen auseinanderzusetzen, gehört für Bauherren inzwischen zum guten Ton. Glücklicherweise ist das nicht nur ein hipper Trend, sondern eine ernsthafte und gute Entwicklung, die Ressourcen schont, Geld spart und das Wohnklima verbessert.

Was sind eigentlich ökologische Dämmstoffe? Stark vereinfacht kann man es auf folgende Formel bringen: Ökologische Dämmstoffe sind immer natürlichen Ursprungs, natürliche Dämmstoffe hingegen müssen nicht ökologisch sein, was oft mit dem Herstellungsprozess und/oder dem Transportweg zusammenhängt.

Schafwolle daemwool - ratgeber bauen

Auch Schafwolle eignet sich sehr gut als Dämmstoff. Foto: daemwool.at

Leider lassen sich die weniger ökologischen Dämmstoffe nicht immer völlig vermeiden. Dennoch gibt es immer mehr Anwendungen, bei denen sie durch natürliche und ökologische Materialien ersetzt werden können. Und die sind nicht nur gut fürs grüne Gewissen, sie warten auch mit sehr guten Eigenschaften auf.

Aus der inzwischen sehr langen Liste der ökologischen Dämmstoffe stellen wir Ihnen in den kommenden Wochen die wichtigsten vor. Ergänzt durch Neue, wie beispielsweise Seegras.

Seegras Neptutherm - ratgeber bauen

Die positiven Dämm und Brandschutzeigenschaften und die Tatsache, dass es ein natürliches Abfallprodukt ist, wiegen den relativ langen Transportweg von Seegras mehr als auf. Bild: Neptutherm

Definition Naturdämmstoff
Unter dem Begriff Naturdämmstoffe werden Dämmstoffe aus Materialien pflanzlicher, tierischer und mineralischer Herkunft zusammengefasst.
Teilweise werden auch Dämmstoffe aus Recyclingmaterial als Naturdämmstoffe bezeichnet, sofern diese auf biogenen Rohstoffen bestehen (z. B. Zellulosefasern aus Altpapier, Schaumglasschotter aus Recyclingglas).

Wichtige Einheiten

λ: Wärmeleitfähigkeit in W/(m·K)
Gibt die Größe des Wärmestroms an, der pro Sekunde durch 1 Quadratmeter einer 1 Meter dicken Schicht bei einer Temperaturdifferenz von 1 Kelvin übertragen wird. Werte, die kleiner als 0,050 W/(m·K) sind, garantieren gute wärmedämmende Eigenschaften.

ρ: Rohdichte in kg/m3
Masse eines Stoffes in Kilogramm, bezogen auf einen Kubikmeter.

µ: Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl
Gibt an, um wie viel der Widerstand einer Stoffschicht bezogen auf die Wasserdampfdurchlässigkeit größer ist, als die gleich dicke Luftschicht. Bauteile mit niedrigen µ-Werten sind vorteilhaft, da sie ein Abtrocknen eingedrungener Raumluftfeuchte ermöglichen.

c: Spezifische Wärmekapazität in J/(kg·K)
Gibt die Energiemenge an, die benötigt wird, um 1 Kilogramm eines Stoffes um 1 Kelvin zu erwärmen. Stoffe bzw. Bauteile mit großen c-Werten weisen ein träges Temperaturverhalten auf, das heißt, Dämmstoffe mit hohen c-Werten leisten einen guten sommerlichen Wärmeschutz.

Baustoffklasse:
Gibt das Brandverhalten eines Baustoffs an. B1 ist schwer, B2 ist normal entflammbar.

Achten Sie auch auf Gütesiegel und Auszeichnungen. Doch Vorsicht, davon gibt es auch jede Menge, deren Wert eher gering ist.
Aber auch dafür gibt es Hilfe: Hier können Sie die unterschiedlichen Label und Siegel vergleichen und die Unabhängigkeit überprüfen.

Titelbild: Shutterstock
O. Rautenberg