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Familiengerecht bauen und planen

Den Nachwuchs in den eigenen vier Wänden aufwachsen zu sehen, ist ein großes Lebensziel vieler junger Paare. Doch Kinder brauchen Raum um sich zu entfalten. Ein wichtiges Argument, schon während der Planung des Eigenheims auf eine flexible Grundrissplanung zu setzten.

Neben der finanziellen Altersabsicherung und dem Wunsch nach Unabhängigkeit gehört auch die Gründung einer Familie zu den Argumenten für den Wunsch nach einem Eigenheim. Ausschlaggebend für diesen Trend ist, dass Wohnungen meist weniger familiengerechten Komfort bieten und der Traum vom Garten für die Kinder – gerade im Stadtbereich – verwehrt bleibt. Demzufolge ist ein Eigenheim, das nach den individuellen Wünschen und Vorstellungen gestaltet ist, meist die ideale Alternative, um den Nachkommen ein solides und harmonisches Aufwachsen zu ermöglichen. Insbesondere Systembau- bzw. Fertighäuser können in diesem Zusammenhang punkten. Die Angebote der Hersteller sind häufig schon auf eine kindgerechte Gestaltung zugeschnitten oder können, dank der flexiblen Bauweise, perfekt auf die Bedürfnisse von Familien angepasst werden.

Kinderzimmer - ratgeber bauen

Die durchschnittliche Größe für ein Kinderzimmer in einer Mietwohnung beträgt nur fünf Quadratmeter, in einem Eigenheim sind es immerhin schon durchschnittlich acht Quadratmeter. Eine Mindestraumgröße sucht man übrigens vergeblich in deutschen Bauverordnungen. Empfohlen werden aber in der Regel mindestens 12 Quadratmeter Wohnfläche, um einem Kind den nötigen Raum zur Entfaltung zu bieten. Foto: Hanlo Haus

Flexibilität ist alles

Da sich die Situation mit Kindern ständig ändert, sind variable Hauskonzepte gefragt, damit sich alle beim Wohnen dauerhaft wohl fühlen. Klassisch wird im Kontext von familiengerechtem Bauen zuerst eine angemessene Zimmergröße genannt, da mit zunehmendem Alter des Kindes auch die Platzansprüche wachsen. Eine weitere Herausforderung ergibt sich daraus, dass kleine Kinder die Aufsicht ihrer Eltern benötigen und sich deshalb Kinderzimmer nahe dem Elternschlafzimmer anbieten. Allerdings brauchen Kinder im fortgeschrittenen Alter mehr Privatsphäre. Dies bedeutet, dass Zimmer in ihrer Nutzung flexibel sein sollten – zum Beispiel durch herausnehmbare Wände, um sie in ihrer Größe an die Anforderungen der Bewohner anpassen zu können. Doch nicht nur die Kinder brauchen ihre Privatsphäre. Auch Eltern wünschen sich eine „spielzeugfreie Zone”, die es zu berücksichtigen gilt. „Daher sind Fertighäuser eine gute Alternative zum herkömmlichen Hausbau. Denn schon bei der Planung kann die Flexibilität hier mit berücksichtigt werden“, erklärt Jürgen Boldt, Verantwortlicher im Bereich der Bauleitung bei Hanlo Haus.

Familiengerecht planen - ratgeber bauen

Hier gibt es genug Platz zum Toben. Foto: Bemz

Allerdings geht die innovative, familienfreundliche Planung eines Fertighauses über diesen Aspekt hinaus. Die meisten in dieser Art gefertigten Eigenheime haben bereits einen großzügigen Wohn- und Essbereich. So wird ein natürliches Herzstück im Inneren des Hauses geschaffen, welches den Grundstein für ein gemütliches Miteinander legt. Außerdem ist ab drei Kindern ein zweites Bad unerlässlich, damit der morgendliche Ablaufe nicht ins Stocken gerät und zum zusätzlichen Stressfaktor wird. Auch andere Bereiche müssen im kinderreichen Haushalt größer ausfallen. Eine geräumige Diele für die Garderobe ist genauso sinnvoll wie eine Wohnküche mit viel Platz für einen großen Tisch. Ideal ist auch ein direkter Durchgang von der Küche oder der Speisekammer zur Garage.

Für die Gemeinschaft

Ein gemeinsam genutzter Familienraum im Wohn/Ess- oder Küchenbereich sollte das kommunikative und gesellige Zusammensein der ganzen Familie ermöglichen und fördern. Das hängt natürlich auch von den jeweiligen Vorlieben der Familie ab. Während sich die einen lieber auf dem Sofa oder am Esstisch treffen, versammeln sich die anderen regelmäßig in ihrer großen Wohnküche. Damit aber in einem solchen Gemeinschaftsraum auch alle möglichen Aktivitäten stattfinden können, sollten mindestens 20 Quadratmeter eingeplant werden. Eine flexible Struktur des Hauses mit einem festen Erschließungsteil (Sanitär, Heizung, Technik) und frei einteilbare Raumzonen ist ideal.

Familiengerecht planen - ratgeber bauen

Wie schnell stößt ein Zeh bei völliger Dunkelheit gegen den Türrahmen. Dabei kann das Einschalten des Lichts, das schmerzhafte Begegnungen mit Möbeln bei Nacht verhindert, so einfach sein: Die Firma Jung bietet mit der LED-Schuko-Steckdose eine komfortable Lösung, die Groß und Klein die Orientierung im Dunkeln erleichtert. Denn das LED-Licht bietet so viel Helligkeit, dass auf die Hauptbeleuchtung verzichtet werden kann. Neben Hausflur und Treppenhaus ist das Kinderzimmer der ideale Einsatzort, denn hier dient die Schuko-Steckdose zugleich als Nachtlicht. Mehr unter www.jung.de

Sicherheit geht vor

Des Weiteren sind bei einer kindgerechten Planung des Hauses die Vermeidung von Treppen und sonstigen Stolperfallen zu beachten. Lösungen können – wie beim Bungalow – das Bauen auf einer Ebene sein oder das Anbringen von Geländern und Schutztüren an den Treppen. Darüber hinaus sollten im Badezimmer einige Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden. Wählen Sie beispielsweise Armaturen mit Verbrühschutz. So ist die Wassertemperatur nie zu hoch für kleine Hände. Außerdem ist es sinnvoll Ihre Wanne außerdem mit Armaturen auszustatten, die sich zur Seite schieben lassen. So kann sich keiner an ihnen stoßen.

Familiengerecht planen - ratgeber bauen

Treppenschutzgitter sind eine effektive Lösung, um Ihre Kinder vor einem gefährliche Sturz zu schützen. Montiert werden sie entweder mit ein Klemmvorrichtung oder fest zwischen Wand und Geländer. Mit Gittern lassen sich aber nicht nur Treppen sichern, sondern auch Räume absperren. Gerade in der Küche lauern Gefahren. Aber für den Herd gibt es im Fachhandel Abdeckungen und Gitter, die heiße Kochplatten und Töpfe unerreichbar für Kinderhände machen. Das heiße Backofenfenster kann mit einem Sichtschutz abgeschirmt werden oder man kauft ein Gerät, dessen Frontscheibe sich beim Backen außen nicht erwärmt. Bild: Dolle

„Werden diese Aspekte schon bei der Planung des Hauses einbezogen, können später teure Umbauten und mögliche Konflikt- sowie Gefahrenpotenziale vermieden werden. So steht dem Start in ein harmonisches und auf die lange Frist angelegtes Familienleben nichts entgegen“, so Boldt.

O. Rautenberg