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Begrünte Dächer mit vielen positiven Wirkungen

In Deutschland werden jährlich etwa 8-10 Millionen Quadratmeter Dachfläche neu begrünt. Die Tendenz ist zwar steigend, dennoch sind das bisher nur etwa 5-10 Prozent der neuen Dächer. Doch aufgrund der täglich neu überbauten Natur, des Klimawandels mit immer höheren Temperaturen und der oftmals recht teuren und kleinen Bauplätze sind begrünte und sogar genutzte Dächer die Zukunft – auch im Bereich der privaten Bauherren.

Optigrün Begrüntes Wohnhaus

So könnten alle Wohnhäuser aussehen: begrünt und eingebunden in die Natur.

Raum für Grün schaffen

Die die Grundstücke immer kleiner werden, steht einerseits kaum Garten zur Verfügung und andererseits stehen Garagen und Carports sehr dicht am Wohnhaus. Und wer schaut gerne auf ein ödes graues oder schwarzes Dach, das im Sommer die Hitze auch noch verstärkt? Wer würde nicht lieber auf eine blühende Blumenwiese blicken oder Schnittlauch und andere Küchen-Gewürze vom Dach ernten? Und wenn es gewittert, dann nimmt der Begrünungsaufbau den Starkregen wie ein Schwamm auf und überflutet nicht den Vorplatz oder die belastet die ohnehin schon überlastete Kanalisation. Begrünte Dächer können je nach Aufbauhöhe 50 – 99 Prozent des Niederschlags zurückhalten und wieder verdunsten – was wiederum zu einem angenehmeren Klima durch Luftbefeuchtung und Verdunstungskühlung führt.

Optigrün Begrünte Dachterasse

Weiteren Wohnraum im Grünen auf einer Dachterrasse schaffen – einer der Trends.

Extensiv- und Intensivbegrünungen

Begrünbar sind Flachdächer und Schrägdächer. Es wird unterschieden zwischen Extensiv- und Intensivbegrünungen. Die extensiven Gründächer, etwa 85 % aller Dachbegrünungen in Deutschland, zeichnen sich durch eine geringe Aufbauhöhe (ca. 8 – 15 cm), geringes Gewicht (ca. 80 – 170 kg/m²) und eine trockenheitsverträgliche und pflegeleichte Vegetation (vergleichbar mit Steingarten und Magerwiesen) aus. Sie sehen einfach schön aus, speichern Regenwasser und schützen die darunter liegende Dachabdichtung vor Extremtemperaturen und Hagelschlag. Extensivbegrünungen werden nur zur Pflege ein- bis zweimal im Jahr begangen. Dagegen sind Intensivbegrünungen erweiterte Wohnräume (Dachgärten), auf denen ähnliche Pflanzen wachsen wie im ebenerdigen Garten. Dementsprechend ist der Gründachaufbau höher (ab ca. 25 cm) und schwerer (ab ca. 300 kg/m²). Die Pflege gestaltet sich wie sonst im Garten je nach Pflanzenauswahl mehr oder weniger aufwändig. Intensiv begrünte Dächer gibt es in der Regel nur auf Flachdächern, dagegen können Extensivbegrünungen auf Flach- und Schrägdächern bis zu einer Dachneigung von etwa 40 Grad gebaut werden. Jedoch sind ab 15 Grad Dachneigung besondere Maßnahmen zur Rutschsicherung notwendig, damit das Gründach bei Starkregen nicht ins Rutschen kommt.

Extensivbegrünungen von Carports und dergleichen bis etwa 15 Grad Dachneigung können durchaus im Do-it-yourself-Bau umgesetzt werden. Dazu gibt es spezielle Fertigpakete. Doch alle anderen Begrünungsformen sollten den erfahrenen Garten- und Landschaftsbau-Unternehmen überlassen werden. Grundsätzlich sollte die Dachabdichtung unter einer Begrünung wurzelfest (nach dem „FLL-Verfahren“) sein; diese Arbeiten übernimmt der Dachdecker.

Optigrün Begrünter Carport

Selbst ist der Bauherr: begrünter Carport im Do-it-Yourself-Paket

Förderung der Dachbegrünung

Der Bau von Dachbegrünungen wird mancherorts mit finanziellen Zuschüssen direkt gefördert und bei Städten mit „gesplitteter Abwassergebühren“ gebührenmindernd berücksichtigt. Wer sein Haus energetisch saniert, kann beim Anlegen einer Dachbegrünung, die als Dämmmaßnahme anerkannt wird, günstiges Geld von der KfW-Bank bekommen.

Auch wenn der flächenmäßige Anteil begrünter Dächer im privaten Wohnungsbau im Vergleich zu den großflächigen Industriebegrünungen gering ist, so sind gerade die begrünten Carports, Garagen und Wohnhäuser, die positiv ins Auge stechen, die Trendsetter und Meinungsbildner der Zukunft. Dachbegrüner werden dazu beitragen, dass begrünte Dächer immer mehr zu einer Art Selbstverständlichkeit werden und die regionalen Politiker nicht umhin kommen, sie und damit die vorteilhaften Wirkungen zu fördern. Weitere Informationen zur Dach- und Fassadenbegrünung finden Sie bei Optigrün.

Bilder: Optigrün international AG

 

 

 

Siham Lamouri